
Mit einer Vorbereitungszeit von gerade mal 8 Wochen belegte das Team der GATC Biotech einen unglaublichen 27. Platz von insgesamt 106 gewerteten Firmen-Mixed-Teams beim 5. Bodensee-Megathlon 2009 in Radolfzell.
Dabei waren die Anforderungen alles andere als durchschnittlich: 2,5 km Schwimmen im Bodensee, 26 km Inline-Skaten, 66 km auf dem Rennrad gefolgt von 38 km Mountainbike und zum Abschluss 10,5 km Laufen.
Die Idee für die Teilnahme hatte Jiri Ködding Ende Juni, dem es auch sofort gelang, sieben weitere GATC-Kollegen zu begeistern. Bis auf Schwimmen und Inline-Skaten konnte daher jede Disziplin vorsorglich doppelt besetzt werden. Es waren noch einige organisatorische Hürden zu meistern, bevor das Training beginnen konnte. Ein Rennrad und ein Mountainbike fehlten, welche spontan von Kollegen bereit gestellt wurden. Schwimmerin Daniela Esser stieg bis zu dreimal täglich in den Bodensee – auch schon mal um 6 Uhr morgens - um die kurze Vorbereitungszeit intensiv zu nutzen.
Am Wettkampftag wuchs das GATC-Team dann über sich hinaus und absolvierte alle fünf Disziplinen in unglaublichen 5:52:08 Stunden. Mit einer Zeit von 37:44:02 Minuten erschwamm Daniela Esser trotz heftiger Magenprobleme sogar den 6. Platz in der Gesamtwertung. Skaterin Andrea Fackelmayer legte auf ihren Inlinern die anspruchsvollen 26 km durch den Hegau in etwas über einer Stunde zurück und erzielte damit eine persönliche Bestzeit, während Eddie Steinmel sein Rennrad-Debüt auf einem geliehenen und für ihn viel zu kleinen Rad mit fast 33 km/h gab.
Jiri Ködding empfand die Mountainbike-Strecke mit 400 Höhenmetern und trotz Schotterabfahrten als „schnell und relativ harmlos“ und belegte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 28 km/h souverän den 16. Platz in der Gesamtwertung. Läuferin Nicole Lehmann, am Vortag extra aus Berlin angereist, musste ihre Disziplin sogar in strömendem Regen absolvieren. Obwohl die meiste Zeit von heftigem Seitenstechen geplagt, lief sie die 10,5 km in etwas über 52 Minuten. Die letzten Meter wurde sie von ihren vier Team-Kollegen euphorisch ins Ziel begleitet. Gegen 15 Uhr wurde der Megathlon dann vom Veranstalter wegen eines einsetzenden Gewitters abgebrochen.
Teamkapitän Jiri Ködding ist sich sicher, dass beim nächsten Mal eine noch bessere Platzierung drin ist: „10 bis 15 Minuten hätten wir sogar noch rausholen können, wenn alle Bedingungen optimal gewesen wären.“ Unter den Top 10 hält er bei längerer Vorbereitungszeit für erreichbar.
Aufgrund des Dauerregens konnte am Sonntag-Abend nicht mehr gefeiert werden. Das wird natürlich nachgeholt und zwar im „Höhentrainingslager" auf der Schwäbischen Alb bei Teamkameradin Elke Decker. Dann werden die Pläne für die Teilnahme am 6. Bodensee-Megathlon 2010 geschmiedet. Denn das 8-köpfige Sportlerteam ist sich sicher: mit Jiri als Teamkapitän und einem solchen Teamspirit kann man eigentlich nur gewinnen...