
Das endgültige Ziel unseres Konsortiums ist es, die notwendigen Daten zu generieren, um der Xenotransplantation den Weg in die anfängliche klinische Phase erlauben zu können. Die während des Projekts generierten Daten werden sowohl die Wirksamkeits-, wie auch die Sicherheitsaspekte der Xenotransplantation umfassen. Die Werkzeuge, die wir benutzen, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, umfassen biomolekulare Spitzentechnologien und in vivo Modelle. XENOME zielt auf die Erschaffung eines “super-(gen)veränderten” Schweins, d.h. eines Schweins mit einem neu geschaffenen Genotyp, das die Wirksamkeit und Sicherheitsprofil der Xenotransplantation verbessern wird. Die Bewertung der Wirksamkeit wird zunächst existierende Schweinelinien, die bereits menschliche Komplementregulatoren, Thrombomodulin (TM) und Knock-out für α-Gal Transferase (α-GalT KO) aufweisen, ausnutzen. Der geeignetste Hintergrund wird genutzt, um durch weitere Genveränderung eine oder mehrere PERV zu eliminieren. Zusätzliche Transgene, wie HO-1, CD39 und andere Moleküle, die die Fähigkeit besitzen, die Immunreaktionen, endotheliale Zellaktivierung und nachfolgend Mikroangiopathie zu kontrollieren, werden hinzugefügt. Der ultimative Schweinestamm wird daher den bereits vorhandenen Hintergrund mit neuen Molekülen kombinieren, die entzündungshemmende, gerinnungshemmende und immunreaktionsunterdrückende Eigenschaften haben. Zusätzlich wird eine effektive Immununterdrückungs-Lebensweise definiert und neue pharmazeutische Wirkstoffe werden getestet werden. Ein starker Sicherheitsrahmen wird ebenfalls etabliert werden, der gegebenenfalls irgendwann die Übertragung der Xenotransplantation in die Klinik erlaubt. Das wird die Entwicklung von Technologien einschließen, die die frühe Diagnose von Infektionen erlaubt, sowie die Entwicklung eines Sicherheitsplans für eine wirksame Eindämmung eines widrigen Infektionsvorkommnisses, die Züchtung einer Herde von “sauberen” Quellschweinen, die Inaktivierung von PERV-Sequenzen und wird sicherheitsrelevante Daten bereitstellen, die von in vivo Langzeitstudien von Xenograft-Empfängern bei Primaten herrühren. Schlussendlich wird das Projekt auch einen starken ethischen, sozialen (besonders im Hinblick auf Kommunikation mit der Öffentlichkeit) Rahmen und Ausführungsrahmen für Xenotransplantations-Forschung (und möglicherweise klinische Anwendung) schaffen.
Mit der LAM-PCR Methode kann die genomische Position von PERV-Elementen in den Schweinelinien identifiziert werden, die in der Studie benutzt werden. Das Vorhandensein von trunkierten (Solo-LTR) PERV-Elementen oder solchen in voller Länge wird durch PCR verifiziert.